Single-Source vs. Multi-Source Strategie für kundenspezifische Teile: Ein Entscheidungsrahmen für die Beschaffung
Eine CNC-Präzisionshalterung ist drei Wochen im Verzug, der einzige Lieferant schiebt die Schuld auf einen Maschinenausfall, und die nachgelagerte Produktion gerät ins Stocken. In diesem Moment stellen sich viele Beschaffungsmanager die gleiche Frage: Schützt die Beschaffungsstrategie den Betrieb oder schafft sie im Stillen das Problem? Dieser Artikel geht über die allgemeinen Vor- und Nachteile von Einzel- gegen Mehrfachbeschaffung hinaus und befasst sich mit dem Risiko in der Lieferkette, versteckten Koordinationskosten und den Realitäten der Beschaffung von CNC-, additiver Fertigung und Spritzguss, einschließlich des plattformbasierten dritten Weges, den MakerVerse darstellt. Das Thema in Kürze Ein Spektrum, nicht binär: Single- und Multi-Sourcing existieren auf einem Kontinuum, mit Dual-Sourcing und plattformbasierten Modellen als praktische Mittelwege. Versteckte Kosten jenseits des Stückpreises: Durch die Mehrfachbeschaffung von kundenspezifischen Teilen entstehen zusätzliche Kosten für die Qualifizierung der Lieferanten, den Toleranzabgleich und die Koordination, die in den Berechnungen der Kosten pro Teil nur selten auftauchen. Disruption treibt die Einführung von Dual-Sourcing voran: Der Anstieg der Störungen um 38% gegenüber dem Vorjahr hat die Beschaffungsteams zur Diversifizierung der Lieferkette als strukturelles Risiko getrieben.

